Joao de Deus
SEINE HEILBEHANDLUNGEN UND DIE CASA DE DOM INACIO DE LOYOLA IN ABADIANIA, BRASILIEN

Vom Flughafen Brasilia her kommend geht es per Taxi hinauf und hinab durch eine fast verlassene Landschaft. Entlang der Autobahn sehen wir bloss ein paar Städte, sonst erscheint die Gegend menschenleer. Bäume und Sträucher sind leider Mangelware. Dafür entschädigt uns meist ein spektakulärer Sonnenuntergang, bevor wir nach knapp zwei Stunden Fahrt unser Ziel erreichen. Die Stadt Abadiania mit ihren 17’000 Einwohnern wird von einer Autobahn in zwei Teile geteilt. Sie befindet sich auf einem baumlosen Hochplateau auf 1000 Metern. Der Ganze Hügel, auf dem die Casa errichtet ist – heisst es – bestehe komplett aus Kristall, was die Heilerfolge zusätzlich unterstützt.
Joao de Deus arbeitet seit seinem sechzehnten Lebensjahr als Volltrance-Medium. Im Jahr 2008 durfte er sein fünfzigstes „Jubiläum“ feiern. Joao ist zweifelsohne einer der bekanntesten spirituellen Heiler unserer Zeit.
(Ein Medium ist übrigens ein Mensch, dessen Organismus empfänglich ist für die Schwingungen aus der geistigen Welt. Im Zustand der Volltrance zieht sich das Bewusstsein und die eigene Persönlichkeit des Mediums zurück. Es überlässt seinen Körper den Wesenheiten aus der geistigen Welt, die oft über viele Stunden "inkorporieren" und die jeweilige Person als „Instrument" benutzen. Inkorporieren heisst, dass diese Wesenheiten – es sind Verstorbene aus der feinstofflichen Ebene und in Joaos Fall vielfach Ärzte, Heiler und Heilige – auf diese Weise durch ihn arbeiten können.)
Es sind über 40 verschiedene Wesenheiten bekannt, die abwechslungsweise in Joaos Körper inkorporieren, während er sich in Volltrance befindet. Nur dadurch, dass Joao seinen Körper zur Verfügung stellt, können die Wesenheiten ihrer segensreichen Tätigkeit mit bedingungsloser Liebe nachgehen. Egal, wie gross oder klein die Sorgen, Nöte und Krankheiten der Hilfe suchenden Menschen sind, geholfen wird jedem – und das auf vielen verschiedenen Ebenen, aber oftmals anders als man sich das vorgestellt hat. Nach seiner Arbeit kann Joao sich an nichts mehr erinnern, was während dieser Zeit geschehen ist oder er ausgesprochen hat. Wohl deshalb sagt er allen Menschen immer wieder: „Ich heile nicht, es ist Gott, der heilt.“
Die Casa ist ein spirituelles Krankenhaus, welches von Joao Teixeira Da Faria (voller Name) geleitet wird. Sie liegt am äusseren Ende der Stadt, dort „wo das Leben noch etwas langsamer zu laufen scheint“, wie Emma Bragdon in ihrer neusten DVD über Joao und die Casa bemerkt. Die Casa besteht aus verschiedenen Häusern, die von einem kleinen, schönen Garten umgeben sind. Vom Parkplatz her kommend erreicht man die einzelnen Gebäude für die Behandlungen, Op’s und Meditationen, die Suppenküche, den Laden, die Cafeteria, WC-Anlagen, die Räume mit den Kristallbetten sowie die Büros. Gen Süden ist eine gedeckte, luftige Meditationsterrasse erstellt worden, von der aus man einen wunderbaren Blick ins weite, hügelige Land und auf den Weg zum Wasserfall hat. Über dem ganzen Gelände – und weit darüber hinaus – liegt eine unvorstellbare Ruhe. Es herrscht ein tiefer Frieden, der für jeden spürbar und erfahrbar ist und zum Verweilen und Meditieren einlädt.
Dom Inacio de Loyola (Ignatius von Loyola), nach dem die Casa benannt ist, amtet gleichzeitig auch als Schutzpatron. Er ist der Gründer des Jesuiten-Ordens.
Die Hauptwesenheiten der Casa, die durch Joao arbeiten sind u.a. Ärzte wie: Dr. Augusto, Dr. Fritz, Dr. Valdivino und Dr. Cruz. Auch König Salomon, Pater Pio, Franz von Asisi und viele mehr helfen tatkräftig mit. Ab und zu dürfen spontane Heilungen geschehen, oft ist das „Heil-werden“ jedoch ein fortlaufender, länger dauernder, ins Leben integrierter Prozess. Jeder einzelne ist aufgerufen, seinen eigenen Beitrag zur Genesung zu leisten.
Die Heilerfolge, die in der Casa geschehen dürfen und auch dokumentiert werden, sind zum Teil aussergewöhnlich; viele nennen sie ein Wunder. Krankheiten wie Krebs, Leukämie, Aids, Lähmungen etc. werden hier ebenso behandelt wie Depressionen, Autismus, Beschwerden oder Krankheiten der inneren Organe, Gliedmassen etc. Auch der ganzen Palette von Suchtkrankheiten wie: Alkohol, Nikotin, Drogen etc. nimmt man sich an. Viele kommen aber „nur“, um Rat, Hilfe und/oder Orientierung auf ihrem irdischen oder spirituellem Weg zu erbitten. Alle Menschen – egal welcher Herkunft, ganz gleich welchem Glauben sie angehören – sind hier willkommen, genauso wie Skeptiker und „Ungläubige“, die weder an Möglichkeiten noch an Wunder glauben, Neugierige und Suchende. Niemand wird hier in der „Seelenschule“, wie die Casa von einer Anwesenden einmal genannt wurde, abgewiesen. Die Casa ist tatsächlich ein Ort, an dem Transformation und Heilung auf vielen Ebenen gleichzeitig stattfinden kann.
Mittwoch, Donnerstag und Freitag: Morgens ab 8 Uhr und nachmittags ab 14 Uhr arbeitet Joao aufopferungsvoll in der Casa. Er geht nicht eher nach Hause, bis alle Menschen behandelt worden sind. Pro Tag können problemlos 500 bis 700 Personen aus Brasilien und der ganzen Welt in der Casa anwesend sein, die ihn um Rat fragen, um Hilfe und Segen bitten.
Oft wird eine Operation vor Ort verordnet und ausgeführt; diese findet dann im feinstofflichen Bereich statt. Sichtbare Operationen werden ebenfalls durchgeführt, sind aber aus Altersgründen nicht für jeden geeignet. Heilbehandlungen sind auch auf Distanz per Foto möglich. Ebenso werden – an Hand eines Fotos - stellvertretende OP’s über eine vor Ort anwesende Person ausgeführt. Anschliessend erhalten all diese Menschen noch speziell für sie energetisierte Kräuterkapseln mit den Inhaltsstoffen der Passionsblume (Passiflora). Während der ca. 60-tägigen Einnahmezeit der Kräutertabletten und nach OP’s sind bestimmte Verhaltensregeln einzuhalten.
Zur Heilbehandlung gehört auch die gratis ausgeteilte gesegnete Suppe sowie das gesegnete Wasser, das vor Ort zu kaufen ist. Häufig werden auch Sitzungen auf dem Kristallbett verschrieben oder der Besuch unter dem Casa eigenen, heilenden Wasserfall angeordnet. All das unterstützt das „Heil-Werden“ auf sehr subtile Art.
Im Jahr 2005 hat Joao für die bedürftige Bevölkerung Abadianias ein Haus im anderen Stadtteil kaufen können und dort eine Suppenküche eingerichtet, wo vorwiegend Kinder – z.T. auch ganze Familien – eine warme Mahlzeit pro Tag gratis erhalten. Dort werden Kindergeburtstage gefeiert und es gibt genug Platz zum Spielen. Kurz vor Weihnachten findet jedes Jahr ein grosses Fest für die Kinder von Abadiania statt, wo es nebst Essen und Trinken auch diverse Attraktionen sowie ein Geschenk für jedes anwesende Kind gibt. Viele Menschen, welche die Casa besuchen, bringewn gebrauchte Kleider, Schuhe, Spielzeug, Schokolade etc. von zu Hause mit. Diese Gaben werden im oberen Stock der Suppenküche gelagert und nach Bedarf an Bedürftige verteilt.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich all die „Engel“ (Helfer) vor Ort, die z.T. in ihrer Freizeit und noch dazu oft auch unentgeltlich mit unermüdlicher Hingabe und unglaublicher Liebe mithelfen, das „Unmögliche“ möglich zu machen. Als speziellen Dank an alle Beteiligten habe ich das „Herz-Foto“ gewählt; es ist ein Ausschnitt aus dem Zaun der Casa.
„Für die, die glauben,
sind keine Worte nötig;
für die, die nicht glauben,
sind Worte nicht möglich.“
Ignatius von Loyola